Natürlich gesund – unser Trinkwasser.

Der Gesetzgeber hat mit der Einführung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV2001) unser kostbares Gut „Trinkwasser" unter einen besonderen Schutz gestellt:

„Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist."  ( gemäß § 4 TrinkwV2001/2012).

Werden Grenzwerte der Trinkwasserverordnung (TrinkwV2001/2012) für mikrobiologische Parameter überschritten, so muss die mikrobielle Kontamination umgehend beseitigt werden. So wird umgehend eine Gefährdung der Gesundheit für die Nutzer des Trinkwassers ausgeschlossen. Die DVGW Richtlinie 551-553 regelt den Bau und den Betrieb von Trinkwasserwärmeanlagen.

Legionellen und andere Mikroorganismen in kontaminierten Trinkwasserleitungen lassen sich über eine professionelle Reinigung und Desinfektion der Trinkwasser-Installation erfolgreich beseitigen.

Wer ist zuständig für die Durchführung der systemischen Legionellenuntersuchung?

In der 1. Änderungsverordnung, die am 1. November 2011 in Kraft getreten ist, wurde die Untersuchung auf Legionellen neu geregelt. Seitdem wurden auch gewerbliche Betreiber, die Warmwasser über eine Großanlage bereitstellen wie z.B. Vermieter von Mehrfamilienhäusern explizit in die Anzeige- und Untersuchungspflichten bezüglich Legionellen einbezogen.

Untersuchungspflichtig sind Großanlagen der Trinkwassererwärmung über 400 Liter Kesselinhalt und/oder mehr als
3 Liter in mindestens einer Rohrleitung vom Kessel bis zur Entnahmestelle ohne Berücksichtigung der Zirkulationsleitung. Betroffen sind alle Einrichtungen mit öffentlicher und/oder gewerblicher Nutzung.

Welche wesentlichen Bestimmungen und Pflichten zur Untersuchung auf Legionellen gibt es?

Der Betreiber lässt in eigener Zuständigkeit und Verantwortung seine Anlage alle 1 bzw. 3 Jahre durch ein akkreditiertes Labor auf Legionellen untersuchen. Wenn alles in Ordnung ist, wird mit gleichen Fristen in eigener Zuständigkeit weiter untersucht. Unauffällige Befunde brauchen nicht an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Nur bei Überschreitung des  technischen Maßnahmenwertes für Legionellen von 100 Keimen pro 100ml besteht Meldepflicht. In diesem Fall gibt der Betreiber in eigener Zuständigkeit und Verantwortung eine Gefährdungsanalyse zur Ermittlung der Ursache durch eine sachverständige Person oder Fachfirma in Auftrag und leitet sofort die darin genannten Gegenmaßnahmen ein. Er informiert die Verbraucher und veranlasst die Sanierung der Anlage durch eine geeignete Fachfirma. Das Gesundheitsamt wird über die Grenzwertüberschreitung und über Beginn, Fortgang und Abschluss der Gegenmaßnahmen informiert. Es prüft hierbei, ob die Maßnahmen des Gesundheitsschutzes erfolgreich waren.

Wir bieten Ihnen hierzu folgenden Service zur fachgerechten Reinigung und Desinfektion für Trinkwasser-Installationen an:

  • Die Stadtwerke Böblingen werden in allen Fernwärmenetzen im Stadtgebiet Böblingen und in Dagersheim die Mindestvorlauftemperatur an jedem ersten Werktag im Monat, zwischen 1.00 und 4.00 Uhr morgens, für die Dauer von ca. 16 Stunden so erhöhen, so dass am Gebäudeeintritt eine Temperatur von ca. 85°C anliegt.

  • Damit gewährleisten die Stadtwerke, dass die Betreiber von Trinkwasseranlagen eine thermische Desinfektion zu jeder Jahreszeit, also auch in den Sommermonaten bei gewöhnlich niedriger Fernwärme-Vorlauftemperaturen, durchführen können.

Diese Maßnahme erfolgt auf freiwilliger Basis der Stadtwerke Böblingen. Es besteht kein Rechtsanspruch darauf. Eine eventuelle vertragliche Anpassung behalten wir uns ausdrücklich vor. Die derzeit gültige TAB wird entsprechend angepasst. Beachten Sie bitte, dass die Wärmetauscherflächen nach wie vor entsprechend den Angaben in der aktuellen TAB auszulegen sind. Damit weisen die Wärmetauscherflächen geeignete Flächenreserven auf, die gewünscht sind.

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