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Wir stecken unsere ganze Energie in die regionale Lebensqualität und sichern zuverlässig die Versorgung in Böblingen. 

 

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen 
rund um die Preisänderung von Strom und Gas zum 01.01.2022

Die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Strom und Gas zahlen müssen, sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Ähnlich wie viele andere Energieversorger können auch wir die derzeitigen Kostensteigerungen für Strom nicht vollständig ausgleichen. 

 

Strom FAQ

Antworten auf häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir erweitern unsere FAQ regelmäßig.

Beschaffungspreis:

Vielleicht haben Sie bereits die umfangreiche Medienberichterstattung wahrgenommen: Der Einkauf von Strom an den Energiebörsen ist im Jahr 2021 deutlich teurer geworden. Nachdem in den letzten Jahren die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Strom zahlen müssen, relativ konstant waren, haben sich seit Jahresbeginn die Preise bei der langfristigen Beschaffung nahezu verdoppelt und bei der kurzfristigen Beschaffung sogar fast verdreifacht. Das liegt zum einen an einer steigenden Nachfrage nach Rohstoffen beziehungsweise Brennstoffen aufgrund der weltweiten konjunkturellen Erholung. Diese hohe Nachfrage lässt die Preise international steigen. Zum anderen sind die Kosten für die Produktion von konventionellem Strom gestiegen: Der Preis der hierfür notwendigen CO2-Zertifikate im europäischen CO2-Handel hat sich in den vergangenen 24 Monaten mehr als verdoppelt. Hinzu kommen hohe Preise im Gas-Großhandel in den letzten Monaten. Dies verteuert die Stromerzeugung in Gaskraftwerken.

Netzentgelt

In unserem Versorgungsgebiet werden auch die Gebühren für die Durchleitung von Strom durch die Stromnetze steigen. Eine wesentliche Ursache ist der erforderliche Aus- und Umbau der Verteilernetze und Übertragungsnetze im Zuge der Energiewende. Die Netzentgelte werden von den staatlichen Regulierungsbehörden insbesondere mit Blick auf Kosteneffizienz streng geprüft und genehmigt. Sie machen im Bundesdurchschnitt etwa 25 Prozent am Strompreis aus.

EEG-Umlage

Der Rückgang der Umlage zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) im Jahr 2022 von 6,5 cent / kWh auf 3,723 cent / kWh kann die gestiegenen Kosten leider nicht ausgleichen. Denn insgesamt bleibt die staatliche Steuer- und Abgabenbelastung hoch: Rund die Hälfte des Preises, den unsere Kunden für Strom zahlen, sind staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen. 

 

 

2021

2022

EEG-Umlagenettoct/kWh

6,500

3,723

KWK-Aufschlagnettoct/kWh

0,254

0,387

abLa-Umlagenettoct/kWh

0,009

0,003

Offshore-Haftungsumlagenettoct/kWh

0,395

0,419

§19-StromNEV-Umlagenettoct/kWh

0,432

0,437

Welche Steuern, Abgaben und Umlagen werden auf den Strompreis erhoben?

Insgesamt gibt es acht verschiedene Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Strompreis:

Konzessionsabgabe (Höhe individuell je nach Netzgebiet)
Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune dafür, dass Straßen und Wege für den Betrieb von Stromleitungen benutzt werden können. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße zwischen 1,32 und 2,39 ct/kWh. (§2 der Konzessionsabgabenverordnung (KAV)). 

Stromsteuer / Energiesteuer
Die Stromsteuer / Energiesteuer ist eine durch das Stromsteuergesetz / Energiesteuergesetz geregelte Steuer auf den Energieverbrauch. Sie gilt seit April 1999.

EEG-Umlage
Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien gesetzlich gefördert. Die aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehenden Mehrbelastungen werden bundesweit an die Letztverbraucher weitergegeben.
 

KWK-Umlage
Mit der KWK-Umlage wird die ressourcenschonende gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme gesetzlich gefördert. Die aus dem Kraft-WärmeKopplungsgesetz (KWKG) entstehenden Belastungen werden bundesweit an die Letztverbraucher weitergegeben.

§ 19 Abs. 2 StromNEV-Umlage
Mit der § 19 Abs. 2 StromNEV-Umlage wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten gesetzlich finanziert. Die aus diesen Entlastungen entstehenden Kosten werden bundesweit an alle Letztverbraucher weitergegeben.

OffshoreNetzumlage (ehem. OffshoreHaftungsumlage) 
Mit dieser Umlage (§ 17 f des Energiewirtschaftsgesetzes) werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert (z. B. verspäteter Anschluss von Offshore-Windparks an das Übertragungsnetz an Land oder langdauernde Netzunterbrechungen). Die aus der Umlage entstehenden Belastungen werden bundesweit an die Verbraucher weitergegeben. 
Neu: Die Kosten für die Netzanbindung von Offshore-Windparks werden ab 2019 nicht mehr in die Netzentgelte einkalkuliert, sondern vollständig über ein Umlageverfahren refinanziert. Hierzu wird die bestehende „Offshore-Haftungsumlage“ genutzt und umbenannt in „OffshoreNetzumlage“.
 

Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV
Hierbei handelt es sich um eine Umlage zur Vorhaltung von Abschaltleistung nach der „Verordnung zu abschaltbaren Lasten“. Mit der Umlage werden die Anbieter von Abschaltleistung aus abschaltbaren Lasten vergütet, falls der Netzbetreiber diese zum Zweck der Systemstabilisierung abruft.

Mehrwertsteuer
19 % Die Mehrwertsteuer wird auf den gesamten Strompreis mit all seinen Bestandteilen erhoben.

Preisentwicklung Strombörse
Wie setzt sich der Strompreis zusammen´?
Gegenüberstellung der AGB Strom

Hier finden Sie die Änderungen unserer AGB.
Gegenüberstellung Strom AGB.

Gas FAQ

Antworten auf häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir erweitern unsere FAQ regelmäßig.

Beschaffungspreis

Die Preise am Gas-Großhandel sind massiv gestiegen. Konkret haben sich die Preise am Spotmarkt, an dem Energieversorger kurzfristig einkaufen, seit Jahresbeginn verdreifacht und am Terminmarkt, an dem Energieversorger langfristig beschaffen, mehr als verdoppelt. Die Ursache für diese Entwicklung ist ein Zusammentreffen mehrerer preistreibender Faktoren: Der ungewöhnlich lange Winter und die weltweit gestiegene Nachfrage nach Erdgas im Zuge der konjunkturellen Erholung nach der Corona-Pandemie spielen hier eine Rolle. Zudem gab es in diesem Jahr witterungsbedingt eine erhöhte Nachfrage nach Gas. Insgesamt ist nicht auszuschließen, dass die Großhandelspreise sich weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Trotzdem ist von einer preissenkenden Wirkung auf die Großhandelspreise auszugehen, wenn sich die Rahmenbedingungen wieder entspannen.

Netzentgelt

Die Preisanpassung ist auch aufgrund steigender Entgelte für die Nutzung der Gasnetze erforderlich. Wir werden im kommenden Jahr mehr für die Nutzung der Gasleitungen bezahlen müssen. Die Netzentgelte werden von den staatlichen Regulierungsbehörden insbesondere mit Blick auf Kosteneffizienz streng geprüft und genehmigt. Sie machen im Bundesdurchschnitt etwa ein Viertel des Gaspreises aus.

CO2-Preis

Neben den Großhandelspreisen wirkt sich auch der von der Bundesregierung eingeführte, jährlich steigende nationale CO2-Preis, der im Brennstoffemissionshandelsgesetz verankert ist, auf die Endkundenpreise für Heizenergie aus. Er wird wie geplant von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne CO2 steigen. Für Erdgas bedeutet das einen Anstieg von 0,455 ct/kWh auf 0,546 ct/kWh (netto) für 2022. Die Bundesregierung möchte mit dem CO2-Preis Anreize für ein umweltschonendes Verhalten setzen. Mit den Einnahmen finanziert der Bund viele Maßnahmen, wie zum Beispiel Förderprogramme zur Gebäudesanierung. So kommen sie direkt dem Klimaschutz zugute. Weiterhin wurde die EEG-Umlage auf Strom mit Einnahmen aus der CO2-Bepreisung gesenkt. Der staatlich vorgegebene CO2-Preis wird genauso wie Steuern und Abgaben in die Energiepreise einkalkuliert.

Was ist der Co2-Preis im Wärmesektor?

Der sogenannte CO2-Preis im Wärmesektor wird für den Ausstoß von Treibhausgasen bei der Erzeugung von Wärme erhoben. Er soll Anreize für ein umweltschonendes Verhalten setzen: Durch die Verteuerung von Emissionen aus Brennstoffen sollen sich Investitionen in die Reduzierung von CO2 finanziell mehr lohnen, zum Beispiel der Umstieg auf eine effiziente Brennwert-Heizung, die Nutzung klimaschonender Gase wie Biogas oder die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarthermie. Die Einnahmen kommen direkt dem Klimaschutz zugute. Mit ihnen finanziert der Bund viele Maßnahmen, wie zum Beispiel Förderprogramme zur Gebäudesanierung. Künftig wird auch die EEG-Umlage mit Einnahmen aus der CO2-Bepreisung gesenkt werden können. Der Preis für eine Tonne CO2-Emissionen wurde erstmalig im Jahr 2021 mit 25 Euro festgelegt und wird für das Jahr 2022 auf 30 Euro angehoben. Der Preis wird entsprechend des jeweiligen CO2-Ausstoßes, der bei der Verbrennung der Energieträger freigesetzt wird, umgelegt. Bis 2025 ist eine kontinuierliche Preisentwicklung festgelegt. Dabei steigt der Preis bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2. Ab dem Jahr 2026 werden die sogenannten CO2-Zertifikate gehandelt. Das heißt, in einem gesetzlich vorgegebenen Rahmen von 55 bis 65 Euro wird sich der Preis in einem Markt bilden, in dem CO2-Zertifikate verkauft und gekauft werden können. Ab 2027 sieht das Gesetz keine Festpreise bzw. Ober- und Untergrenzen mehr vor. Die Preisentwicklung für diesen Zeitraum wird von Angebot und Nachfrage bestimmt werden und lässt sich derzeit nicht voraussagen.

Wie unterscheidet sich die Auswirkung der Bepreisung auf fossiles Gas im Vergleich zu klimaneutralem Gasen wie Biogas (Biomethan)?

Klimaneutrale Gase wie Bio-Erdgas oder Wasserstoff ermöglichen eine Entwicklung hin zu einer klimaschonenden Wärmeversorgung mit sinkender CO2-Emission. Sofern eine Anrechenbarkeit der klimaneutralen Gase weiter gewährleistet wird (bisher ist dies für 2021 und 2022 so vorgesehen), werden sie nicht oder nur mit einem geringen Anteil in die CO2-Bepreisung einbezogen. 

Preisentwicklung Erdgas Großhandel
Wie setzt sich der Gaspreis zusammen´?
Gegenüberstellung der AGB Gas

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Gegenüberstellung Gas AGB.

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Michael Zieger-Bechtold

Michael Zieger-Bechtold

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