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Drei Fragen an Karin Reiss, Schwimmmeisterin



Wie hat sich die Rolle der Bademeisterin/des Bademeisters verändert?
Früher waren Bademeisterinnen und Bademeister Respektspersonen. Heutzutage haben Kinder einen anderen Umgang mit Erwachsenen. Das ist nicht schlechter oder besser als früher, aber eben anders. Wenn man sich darauf einlässt, ist es kein Problem. Die Kinder sind zum Beispiel heute lauter. Das liegt aber daran, dass sie heutzutage in der Schule und in ihrer Freizeit viel stärker eingespannt sind als früher. Wenn sie dann ins Freibad kommen, wollen sie sich halt erst mal austoben. Früher wollten die Kinder nur schwimmen und dann auf der Wiese liegen. Da gilt es, klare Regeln aufzustellen und diese auch durchsetzen.
     
Inwieweit hat sich das Berufsbild der Schwimmmeisterin/des Schwimmmeisters verändert?
Das Berufsbild Schwimmmeisterin hat sich völlig geändert. Als ich den Beruf erlernte, ist es vor allem ums Technische gegangen. Löten, Schweißen, Kunststoffverbindungen herstellen, Geräte bedienen und warten, Wasserqualität prüfen, Gartenpflege, Hygiene – das alles musste ich lernen. Heute müssen Bademeisterinnen viel mehr Animateure sein.

Wie stellt sich das Freibad auf die unterschiedlichen Menschen und Kulturen ein, die hier aufeinandertreffen?
Das multikulturelle Zusammenleben klappt im Böblinger Freibad ganz gut, weil wir uns frühzeitig dem Thema gestellt haben. So sprechen zum Beispiel zwei Kollegen Arabisch. Außerdem haben wir ein „Kartenspiel“ entwickelt, auf dem in Deutsch, Englisch und Arabisch klar verständlich zu sehen ist, was geht und was nicht. Auch der Burkini ist heute, nach anfänglichem Befremden, als Badebekleidung akzeptiert.






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