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Zuhause & Energie
Seit dem 1. Januar 2026 liegt der Betrieb des Stromnetzes in Böblingen und Dagersheim in den Händen der Stadtwerke Böblingen. Mit der Übernahme des Nieder- und Mittelspannungsnetzes in den Postleitzahlgebieten 71032 und 71034 übernehmen die Stadtwerke eine zentrale Verantwortung für die lokale Energieinfrastruktur.
Für viele Bürgerinnen und Bürger läuft diese Veränderung im Hintergrund ab – die Stromversorgung bleibt gewohnt zuverlässig. Gleichzeitig markiert die Netzübernahme einen wichtigen Meilenstein für die Stadt: Die Stadtwerke entwickeln sich konsequent zum Vollstadtwerk, das Wasser, Wärme, Gas und Strom aus einer Hand plant, betreibt und weiterentwickelt.
Doch was bedeutet das konkret? Welche Aufgaben hat ein Stromnetzbetreiber eigentlich – und welchen Nutzen bringt eine kommunale Netzbetreibung für die Stadt und ihre Einwohnerinnen und Einwohner? Genau diesen Fragen widmet sich der folgende Beitrag.
Wenn es um Strom geht, werden häufig zwei Rollen miteinander verwechselt: Stromlieferant und Stromnetzbetreiber. Dabei erfüllen beide völlig unterschiedliche Aufgaben:
Für Böblingen und Dagersheim bedeutet das konkret:
Seit dem 1. Januar 2026 kümmern sich die Stadtwerke Böblingen um den sicheren Betrieb des lokalen Stromnetzes – unabhängig davon, bei welchem Anbieter der Strom bezogen wird.
Kurz gesagt:
Der Stromlieferant kümmert sich um den Vertrag (das kann zum Beispiel Schönbuch | Strom Natur https://www.stadtwerke-boeblingen.de/energie-wasser/strom von den Stadtwerken Böblingen sein), der Stromnetzbetreiber um die Versorgungssicherheit.
Als Stromnetzbetreiber übernehmen die Stadtwerke Böblingen eine Vielzahl zentraler Aufgaben, die dafür sorgen, dass der Strom jederzeit sicher und zuverlässig bei den Menschen in Böblingen und Dagersheim ankommt.
Dazu gehört zunächst der Betrieb und die Wartung der Strominfrastruktur. Die Stadtwerke sind verantwortlich für Stromleitungen, Kabelverteilerschränke, Trafostationen sowie die Hausanschlüsse. Regelmäßige Kontrollen, Instandhaltungsmaßnahmen und Modernisierungen stellen sicher, dass das Netz technisch auf dem neuesten Stand bleibt.
Ein weiterer Kernbereich ist die Sicherstellung der Versorgungssicherheit. Die Stadtwerke überwachen den Netzbetrieb kontinuierlich und greifen ein, wenn Störungen auftreten. Kommt es dennoch zu einem Stromausfall, koordinieren sie die Entstörung und sorgen dafür, dass die Versorgung schnellstmöglich wiederhergestellt wird.
Zudem sind die Stadtwerke Ansprechpartner für neue Netzanschlüsse. Das betrifft sowohl Neubauten als auch den Anschluss von Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge oder Wärmepumpen. Mit Blick auf die Energiewende planen und entwickeln sie das Stromnetz vorausschauend weiter, damit es auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.
Für die meisten Haushalte und Unternehmen in Böblingen und Dagersheim ändert sich durch die Übernahme des Stromnetzes im Alltag zunächst wenig. Stromvertrag und Stromanbieter bleiben unverändert – bestehende Lieferverträge laufen wie gewohnt weiter.
Neu ist vor allem der lokale Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Stromnetz. Die Stadtwerke Böblingen sind künftig zuständig, wenn es um Netzthemen geht, etwa:
Durch die Nähe vor Ort profitieren Bürgerinnen und Bürger von kurzen Wegen und klaren Zuständigkeiten. Anliegen können direkt mit dem kommunalen Netzbetreiber geklärt werden, der die örtlichen Gegebenheiten kennt und eng mit Stadt und weiteren Versorgungsbereichen abgestimmt arbeitet.
Mit dem eigenen Stromnetz gewinnen die Stadtwerke Böblingen und die Stadt Böblingen deutlich mehr Gestaltungsspielraum für die lokale Energieversorgung. Entscheidungen über Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Infrastruktur können gezielt an den Bedürfnissen der Stadt und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner ausgerichtet werden.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der ganzheitlichen Betrachtung aller Versorgungssparten. Da Wasser, Wärme, Gas und Strom nun aus einer Hand geplant und betrieben werden, lassen sich Synergien im technischen wie auch im organisatorischen Bereich nutzen. Das vereinfacht Abstimmungsprozesse, erhöht die Effizienz und reduziert Schnittstellen.
Zudem ermöglicht ein kommunal betriebenes Stromnetz eine bessere Verzahnung mit Stadtentwicklung und Klimazielen. Netzausbau, Quartiersentwicklungen oder neue Wohn- und Gewerbegebiete können frühzeitig mitgedacht und energieinfrastrukturell sinnvoll begleitet werden.
Nicht zuletzt stärkt die Netzübernahme die regionale Wertschöpfung. Investitionen in die Infrastruktur bleiben vor Ort, Arbeitsplätze werden gesichert oder geschaffen, und der Wirtschaftsstandort Böblingen wird nachhaltig gestärkt.
Ein leistungsfähiges und modernes Stromnetz ist eine zentrale Voraussetzung für die Energiewende vor Ort. Der steigende Anteil erneuerbarer Energien, der Ausbau der Elektromobilität und der Einsatz von Wärmepumpen stellen neue Anforderungen an die Strominfrastruktur – sowohl technisch als auch organisatorisch.
Mit der Übernahme des Stromnetzes können die Stadtwerke Böblingen diese Entwicklungen künftig aktiv mitgestalten. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge oder neuen Wärmeversorgungslösungen lässt sich frühzeitig in die Netzplanung integrieren und auf die lokalen Gegebenheiten abstimmen.
So wird das Stromnetz nicht nur zum Transportweg für Energie, sondern zur tragenden Grundlage einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Versorgung in Böblingen und Dagersheim. Die Stadtwerke übernehmen dabei eine aktive Rolle, um die Energieversorgung langfristig sicher, effizient und klimafreundlich weiterzuentwickeln.